12.05.2011
Im Gespräch mit Katalin Berecz-Fischer, Vermietungsexpertin bei Union Investment

Wer sich am Anblick des imposanten Chilehauses erfreut, ahnt nicht, wie viel Aufwand die Verwaltung so eines traditionsreichen und zugleich hochmodernen Gebäudes erfordert. Die Frau, die dafür sorgt, dass alles reibungslos läuft, ist Katalin Berecz-Fischer. Als Asset Manager Tenant Relations bei Union Investment ist sie nicht nur für die Vermietung dieses architektonischen Juwels zuständig, sondern sie betreut noch weitere repräsentative Objekte in Norddeutschland.

Was verbirgt sich hinter einer Tenant Relation Managerin?
Die Bezeichnung ist durchaus wörtlich zu übersetzen. Es geht um die Beziehungen zu unseren Bestandsmietern und Neukunden. Ich bin deren Ansprechpartnerin und für alle ihre Wünsche und gelegentlich auch für ihre Sorgen und Nöte zuständig. Konkret geht es um die schnelle Vermietung von Leerstandsflächen, Aus- und Umbauten, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, alle Vertragsangelegenheiten und die Betreuung der Mieter.

Wie sind Sie zu dieser Tätigkeit gekommen?
Nach einer graphischen Ausbildung habe ich in München in einem Architekturbüro gearbeitet und war dort sozusagen nebenbei auch mit dem Verkauf von Immobilien betraut. Dann bin ich zu einer internationalen Beratungsgesellschaft gegangen, wo ich Immobilieneigentümer betreut habe. Schließlich bin ich aus privaten Gründen nach Hamburg gezogen und seit nunmehr 14 Jahren als Vermieterin bei Union Investment tätig.

Wie viele Objekte betreuen Sie?
Derzeit sind es etwa 30 Objekte mit ca. 330.000 Quadratmeter Nutzfläche in ganz Norddeutschland.

Gibt es ein Objekt, das Ihnen besonders am Herzen liegt?
Jede Immobilie hat ihre eigene Geschichte und ist auf ihre eigene Art interessant. Neben dem „Emporio“ am Dammtorwall ist natürlich das Chilehaus besonders reizvoll, denn hier verbinden sich Tradition und Moderne in einer einzigartigen Weise. Übrigens war das Chilehaus das erste Gebäude in Hamburg, dessen Fassade beleuchtet wurde. Da waren wir Vorreiter und heute gibt es viele Gebäude, die nachts im Lichterglanz erstrahlen.

Man hört und liest viel über den Leerstand an Büroflächen in Hamburg. Trotzdem wird immer weiter gebaut. Wie beurteilen Sie das?
Das Bauvolumen richtet sich grundsätzlich nach der Nachfrage, und der Markt ist mit einem Leerstand von 9,6 Prozent in dieser Hinsicht in Hamburg gesund. In einer Großstadt werden Büroräume häufig gewechselt, so dass ein Leerstand von mindestens 5 Prozent vorgehalten werden sollte, um den Bedarf der Kunden zu decken. Hinzu kommt, dass es auch immer einen Sockel älterer, nicht renovierter Objekte gibt, die nur sehr schwer vermietet werden können.

Wie wird sich der Immobilienmarkt in Hamburg in den nächsten Jahren entwickeln?
Hier ist der Markt im Gegensatz zu anderen Großstädten sehr konservativ und beständig und nicht so branchenspezifisch. Deshalb hat der Hamburger Immobilienmarkt auch die Krisenjahre gut überstanden. Bei den Mieten gibt es keine großen Ausschläge. Die stabilen Preise machen Hamburg deshalb gerade für Investmentgesellschaften besonders attraktiv.

Sehen Sie besondere Herausforderungen auf Ihre Branche zukommen?
Das Wichtigste ist, mit der Zeit zu gehen. Dazu gehört vor allem, den Mietern Flexibilität zu bieten, also ihnen variable, auf ihren Bedarf zugeschnittene Flächen anzubieten. Ein anderer Punkt ist die Nachhaltigkeit. Hier ist Union Investment weit vorn. Ob es um die beim Bau, Um- und Ausbau verwendeten Produkte, die Innenausstattung oder Energiesparkonzepte geht, Nachhaltigkeit spielt für uns immer eine große Rolle.

Pressekontakt:
Union Investment Real Estate GmbH
Immobilien Marketing und Kommunikation
Dr. Susanne Kaschub

Caffamacherreihe 8, 20355 Hamburg
Telefon: 040 / 34 919-4139
Telefax: 040 / 34 919-5139
E-Mail: susanne.kaschub(at)union-investment.de